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Ungetüm Regelstudienzeit: Muss ich mich mit dem Studium beeilen?

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Gerade als Studienanfänger kann man sich schon ein wenig vor den Vorgaben der Regelstudienzeit fürchten. Wie eine strikte Verordnung mutet sie in der Studienordnung an, will dir erklären, wann du welchen Kurs zu absolvieren hast und nach wie vielen Semestern du möglichst im Schnelldurchlauf alles abgeschlossen haben sollst. Aber wie unumgänglich ist die Regelstudienzeit? Müssen wir uns wirklich Druck machen, unseren Bachelor nach sechs durchgetakteten Semestern in der Tasche zu haben? Entstehen mir Nachteile, wenn ich nicht schnell genug studiere?

Stress
Müssen wir so funktionieren?

Die vielleicht größten Sorgen, die sich viele beim Überschreiten der Regelstudienzeit machen, sind die Fragen nach dem Geld. BAföG-Empfänger laufen Gefahr, ihre Förderung zu verlieren, wenn sie zu lange studieren, denn eigentlich ist das BAföG an die Regelstudienzeit angepasst. Faktisch gibt es aber viele Möglichkeiten, den Erhalt zu verlängern. Urlaubs- und Auslandssemester führen zum Beispiel ganz regulär zu einer Erweiterung des Förderungszeitraums. Und auch im Individualfall ist es durchaus möglich, eine Verlängerung zu beantragen, wenn man vorweisen kann, dass man auch wirklich studiert und nicht nur vor sich hin bummelt. Um sein BAföG sollte man sich also kümmern, aber das muss man sowieso auch bei Einhaltung des regulären Semesterplans. Trotzdem sollte man sich natürlich immer fragen, ob ein Studium gerade noch finanzierbar ist.

Geld
Zeit ist manchmal tatsächlich Geld.

Kann man diese Frage mit einem Ja beantworten, dann gibt es eigentlich kaum einen Grund, sich mit dem Studium zu hetzen. Im Gegenteil, es kann unheimlich befreiend sein, nicht alles so schnell abzugrasen, wie man es oft von uns erwartet. Das Studium soll schließlich eine Zeit des persönlichen Wachstums und der eigenen Entfaltung sein, die man ruhig auskosten darf. Gerade seit Einführung des Abiturs in zwölf Jahren fangen immer mehr Menschen noch jünger ein Studium an und haben dann mit 23 ihren Master in der Tasche. Im Prinzip könnte man dann schon voll im Berufsleben stehen – oder aber man nimmt sich während des Studiums Zeit für die Dinge, die einem noch wichtig sind.

Forschen
Es gibt so viel zu Entdecken.

Denn vielleicht gibt es noch den einen Kurs an der Uni, den man schon immer machen wollte, der aber für den regulären Studienverlauf eigentlich nicht notwendig wäre. Oder ihr wollt euch im Selbststudium länger mit einem Thema beschäftigen, das euch interessiert. Traut euch, diese Möglichkeiten zu nutzen! Das Studium ist ohnehin viel zu schnell vorbei – da muss man sich nicht auch noch beeilen.

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