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Pfeif auf Vorurteile! Warum es toll ist, privat zu studieren

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Hochschulen in privater Hand genießen in der breiten Öffentlichkeit oft einen eher durchwachsenen Ruf. Viele Menschen glauben, solcherlei Stätten würden nur von reichen Schnöseln besucht werden, die nur nicht auf eine staatliche Universität gehen, weil ihre Leistungen dafür nicht ausreichen würden. Letztendlich seien diese Menschen aber trotzdem nicht zu beneiden, immerhin sei der Abschluss auf einer privaten Hochschule nur ein wertloses Stück Papier, das im realen Berufsleben keinerlei Vorteile böte. Doch diese Vorurteile entspringen einer gänzlich undifferenzierten Betrachtungsweise. Natürlich ist eine private Hochschule nicht per se besser als eine staatliche. Dennoch bergen viele dieser Stätten unheimliche Vorteile – und die abzutun würde von völliger Ignoranz zeugen.

Geldsack
Sind private Studis alle „Geldsäcke“?

Was zum Beispiel ist problematisch daran, für einen Abschluss Geld zu investieren? Sicher lässt sich argumentieren, dass dieser Faktor einer privaten Bildungsstätte diejenigen benachteiligt, die nur über ein geringes Einkommen verfügen. Wer das fragt, muss aber auch fragen, ob die Aussortierung nach Abschlusszeugnissen wirklich eine fairere Variante bietet. Eine Schulnote sagt noch lange nichts über den tatsächlichen Intellekt einer Person aus und ein Zeugnisschnitt erst recht nichts über die Fähigkeiten dieser Person in einem bestimmten Fach. Eine Option, mit der alle ihr Traumfach studieren können, bieten zwar auch private Unis nicht, aber zumindest gibt es durch sie einen zusätzlichen Weg, der ans Ziel führt. Für Studis mit geringem Einkommen bieten viele dieser Einrichtungen außerdem vernünftige Finanzierungsmodelle an, und BAföG gibt es ja auch noch.

Traumjob
Blöd, wenn man hier Maut bezahlen muss. Aber besser, als gar nicht zum Ziel zu kommen.

Auch das Vorurteil, der Abschluss einer privaten Bildungsstätte wäre so viel wert wie eine Teilnahmeurkunde bei den Bundesjugendspielen, kann so pauschal nicht geltend gemacht werden. Staatlich nicht anerkannte Hochschulen bergen tatsächlich oft die Gefahr, am Ende mit wenig Geld und zusätzlich noch leeren Händen dazustehen. Die Abschlüsse mancher Lerntempel in privater Hand sind hingegen sogar Gold wert. Eines der besten Beispiele ist hier wohl die Bucerius Law School in Hamburg, die als eine der besten Juristen-Schulen in Europa gilt. Viele der privaten Einrichtungen stecken ihre zusätzlichen Gelder schließlich auch in Ausstattung und Personal. Man muss also nicht glauben, die privaten Hochschulen würden sich nur aus purer Raffgier die Kohle unter den Nagel reißen.

Abschluss
Auch ein privater Abschluss kann viel wert sein.

Aus diesen Gründen darf man Studis einer privaten Hochschule auch nicht pauschal als verwöhnte Kinder aus reichem Elternhause abtun. In erster Linie studiert man privat, weil man seinen Traum auf diese Weise erfüllen möchte – und dagegen kann nun wirklich niemand etwas haben. Wenn du privat studierst, dann freu dich darüber. Und wenn du gerne privat studieren möchtest, dann habe keine Hemmungen davor. Wichtig ist nicht, was andere sagen, sondern was sich für dich richtig anfühlt.

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