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Zettelflut in der Mensa: Ein Nachhaltigkeits-Problem?

in Studium von

Wer jemals in irgendeiner Mensa der Uni Hamburg zu Mittag gegessen hat, dem dürfte die große Zahl an Flyern und Zetteln auf den Tischen schon aufgefallen sein. Tagtäglich verteilen dort diverse Studierendengruppen ganz unterschiedlicher Natur ihre Werbemittel, um neben dem kulinarischen Genuss gleich noch für etwas Lesestoff zu sorgen. Die vielen Zettel sind dabei aber so gewaltig, dass man sich durchaus fragen darf, ob solche Vorgehensweisen in Zeiten von Umweltschutz und Müllreduktion überhaupt noch zeitgemäß sind.

Natürlich muss man dafür auch erstmal die generelle Legitimität von Flyern diskutieren, denn die sind ja nicht nur innerhalb der Mensa ein beliebtes Mittel zur Verbreitung der eigenen Marke. Hierbei gibt es allerdings verschiedene Verteilungstypen zu differenzieren. Wer seine Flyer an öffentlicher Stelle zum Mitnehmen auslegt, der stellt sicher, dass ihn nur diejenigen mitnehmen, die sich auch wirklich dafür interessieren. Wer seine Druckerzeugnisse hingegen auf der Straße verteilt, der kann sich sicher sein, dass er auch viele Passanten erwischt, die sich nur nicht trauen, das Entgegennehmen abzulehnen. Das führt dazu, dass ein Großteil dieser Flyer ungelesen im Müll oder gar auf der Straße landen wird. Insofern haben die Zettel in der Mensa sogar einen vergleichsweise durchaus nachhaltigen Ansatz: Sie lassen sich während dem Essen einfach lesen und bei Bedarf mitnehmen. Wer kein Interesse hat, der lässt den Zettel einfach liegen, damit sich vielleicht der Nächste daran erfreuen kann.

Nachhaltigkeit

Problematisch ist allerdings, dass viele dieser Zettel am Ende des Tages trotzdem im Müll landen – und dass, obwohl sie in den seltensten Fällen an Aktualität einbüßen. Klar, wenn ein Flyer für eine Party am selben Abend oder die täglichen Newsletter der linken Liste am Ende des Tages weggeschmissen werden, ist das ja irgendwie kein Problem. Wenn allerdings Zettel für Veranstaltungen beiseitegeschafft werden, die noch über Wochen Aktualität haben werden, dann darf ruhig von Verschwendung gesprochen werden. Wieso sollten wir schließlich etwas wegwerfen, das sich noch wunderbar weiterverwenden ließe?

Dabei ließe sich dieses Problem ganz einfach eindämmen. Eigentlich werden die Zettel in der Mensa nämlich nur toleriert, weil ihre Urheber sich dafür verantwortlich erklären, diese nach Feierabend auch wieder zu entfernen. Wer allerdings schonmal kurz vor Betriebsschluss in der Mensa saß, der weiß, dass die Realität oft anders aussieht. Oft müssen die Angestellten der Mensa trotzdem noch zahlreiche Zettel entfernen, die danach wohl kein Tageslicht mehr sehen. Das ist so bitter, weil es doch eigentlich so einfach wäre, daran etwas zu ändern. Die Zukunft liegt sowieso Online – ein Printmagazin von StudentsStudents wird es wohl auch deswegen nie geben. Smiley.

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