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Das Semester steht vor der Tür – und das sollte uns freuen!

Die sogenannten „Semesterferien“ sind an der Universität Hamburg fast vorbei und wir alle wissen, dass es einen guten Grund hat, warum der ebengenannte Begriff in diesem Satz in Anführungszeichen steht. Für manch einen mag es durchaus eine Entspannung bedeuten, dass die die Vorlesungszeit endlich wieder beginnt, denn die vorlesungsfreie Zeit fühlt sich mit ihren hinterlistig lauernden Hausarbeiten und Klausuren gerne mal an wie der nicht enden wollende Würgegriff einer bösartigen Python. Nichtdestotrotz wissen wir nicht so genau, wie wir uns angesichts der Rückkehr zu Vorlesungen und Seminaren fühlen sollen. Ist das Ende der Semesterferien Befreiung oder Bürde? Zeit, um uns selbst einmal psychologisch zu hinterfragen.

Als von Bologna-Zwängen gestresste Studis neigen wir gerne zum Pessimismus. Die unzähligen linken Listen im Studierendenparlament sind uns entweder noch nicht links genug oder stressen uns zu sehr mit ihrem revolutionären Gehabe, in der Mensa stellen wir uns immer an der falschen Schlange an. Auch der Autor dieses Artikels ist an einer solchen Denke nicht ganz unschuldig, wie die Einleitung dieses Artikels zweifelsohne belegt. Vielleicht sollten wir uns gerade deswegen einmal dazu genötigt sehen, uns anlässlich des kommenden Semesters selbst zu hinterfragen. Sollten wir nicht langsam darüber hinweg sein, uns wie Schulkinder andauernd darüber zu beschweren, dass wir wieder zu festen Terminen müssen? Immerhin haben wir nicht die Pflicht, sondern das Privileg zu studieren. Wir haben uns einmal freiwillig dazu entschieden, uns an der Universität in eine bestimmte Fachrichtung zu bewegen. Deswegen müsste es doch eigentlich toll sein, dass wir nächste Woche wieder aktiv damit weitermachen können.

Warum freuen wir uns nicht einfach mal auf das Semester? 🙂

Manch einer hat vielleicht trotzdem keine Lust auf seine nervigen Kommilitonen, das frühe Aufstehen oder die Aussicht auf Referate, die man eigentlich gar nicht halten will. Aber konzentrieren wir uns doch zur Abwechslung mal auf die positiven Aspekte: Neben euren blöden Kommilitonen seht ihr mit Sicherheit auch ein paar Menschen wieder, die ihr eigentlich ganz gerne mögt. Ihr müsst möglicherweise früh aufstehen, aber bekommt dafür immerhin ein wenig Struktur in den Tag, die in den Semesterferien gerne mal aus Schlafengehen im Morgengrauen und Erwachen um drei Uhr nachmittags besteht. Und von Referaten darf man durchaus genervt sein, aber bei kaum einer Aktivität lernt man so viel, wie wenn man sich einmal intensiv und selbstständig mit einem Sachverhalt auseinandersetzt.

Als Studierende und Heranwachsende lernen wir, kritisch zu denken und alles zu hinterfragen. Das ist eine gute Sache und sollte immer Bestandteil unserer Denkweise sein. Trotzdem dürfen wir uns nicht immer nur in Negation flüchten. Wer alles mit einem Lachen angehen kann, der hat in seinem Leben ziemlich viel richtig gemacht.

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