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Im Anti-Schlemmer-Paradies: Warum wir die Mensa lieben!

Auch wenn man uns Studis nachsagt, total faul zu sein und ein entspanntes Leben zu haben, wissen wir es doch besser: Der Uni-Alltag kann verdammt stressig sein. Wir schlürfen viel zu viel erwärmten Koffein, um nicht über unsere eigenen Augenringe zu stolpern, sehen manchmal den Wald vor lauter Hausarbeiten nicht und vergessen manchmal, dass es den Begriff „Work-Life-Balance“ überhaupt gibt. Manchmal kann es da passieren, dass uns die Universität wie eine Art Fremdkörper vorkommt, in dem wir nur existieren, um so schnell wie möglich wieder nach Hause zu können. Doch es gibt einen Ort, der uns ein Stückchen Heimat zurückgibt: die Mensa!

Das ist nicht unbedingt der Fall, weil uns die kulinarischen Hochgenüsse zum Discounter-Preis konstant einen Gaumenschmaus allererster Güte bereiten würde – nein, das mit Sicherheit nicht. Im Gegenteil sorgt die ungesalzene Massenware der universitären Großküche oft dafür, dass wir danach noch weniger Bock auf eine ausgewogene Ernährung haben und unser Geld lieber beim schnellkochenden Burgerbrater nebenan ausgeben würden. Wenn der Kartoffelbrei mal wieder zu klumpiger als der zehn Jahre im Keller vergammelnde Eimer Alpina-Weiß, wenn das gemischte Gemüse nicht mehr geschmackliche Diversität als ein Stück Esspapier bietet und das geile Afternoon-Special mal wieder nur dann angeboten wird, wenn wir gerade Vorlesung im Überseering haben, dann tröstet uns eigentlich nur der Gedanke, dass wir für unser Essen wenig bezahlt haben.

Aber genau das ist es eigentlich, oder? In der Mensa können wir uns endlich wieder über die kleinen Dinge im Leben aufregen. Wenn wir an einer Klausur scheitern, steht gleich unsere ganze Existenz auf dem Spiel. Wenn wir als einzige in unserer Hausarbeit mit 4,0 bestehen und alle unsere Kommilitonen mit ihrem Ergebnis eine Auszeichnung absahnen, müssen wir uns gleichzeitig ernsthafte Gedanken um unsere soziale Existenz machen. Aber in der Mensa können wir uns einfach mal wieder an etwas Trivialem aufhängen. Für einen kurzen Moment sind all die großen Fragen des Lebens vergessen und wir dürfen uns wieder wie das quengelnde Kind fühlen, dem das Essen der Eltern nicht schmeckt. Und nachdem wir uns mal wieder über die Nudeln beschwert haben, die für unseren Geschmack noch viel zu al dente waren, huscht uns ein kleines Lächeln übers Gesicht. Mensa, wir haben dich gern!

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