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HSV schafft „Hamburg, meine Perle“ ab: Diese Songs empfehlen wir als Ersatz

Eine Ära geht zu Ende: Nach 14 Jahren, in denen Lotto King Karl stetig vor jedem HSV-Heimspiel die Fans mit „Hamburg, meine Perle“ eingestimmt hatte, beendet der Verein diese liebgewonnen Tradition. „Wir haben diese Entscheidung sehr intensiv durchdacht und besprochen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass das Lied, das uns viele Jahre begleitet hat, in der aktuellen Situation überhaupt nicht mehr zum HSV und zu unserer Haltung passt“, begründet Bernd Hoffmann die Entscheidung, die für viele Fans sicherlich erstmal schwer zu schlucken ist. Dass der Hamburger Sportverein seine Fans in den letzten Jahren nicht unbedingt immer mit Hurra-Fußball versorgt hatte, ist aber natürlich kein Geheimnis. Ein Song, in dem der HSV als Triumphator über alle nur erdenklichen Vereine gefeiert wird, bildet rational betrachtet sicher kein akkurates Bild der Wirklichkeit ab (anderseits: Welche heroisierende Vereinshymne tut das schon?). Die Mission ist klar: Es muss ein realistischeres Lied her! Es folgen unsere Vorschläge für Vereinshymnen, die das neue Leitbild des HSV angemessen musikalisch vertreten würden!

Die Kassierer – „Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist“

Die allseits beliebte Festivalhymne von Deutschlands legendären Exhibitionisten-Punks steht im Gegensatz zum euphemistischen Lotto-King-Karl-Schunkler nicht für übermäßigen Optimismus, sondern zeigt im Gegenteil systematisch eine Katastrophe nach der anderen auf. Dennoch schwingt in dem Song auch das Fünkchen Hoffnung mit, das HSV-Fans in diesen turbulenten Zeiten dringend brauchen: So lange das König Pilsener noch durch die Stadion-Zapfhähne fließt, kann das Geschehen auf dem Platz gar nicht so grausig sein!

Kraftklub – „Fan von Dir“

Was Felix Brummer in diesem Song des neuen Kraftklub-Albums singt, könnte kaum akkurater auf die Situation vieler HSV-Fans passen: „Ich wär auch gern Gewinner/ Statt ständig zu verlieren/ Doch ich bin leider für immer/ Für immer nur Fan von Dir.“ Heimlich pumpen HSV-Fans diesen Track sowieso schon in ihren Kellern, um der eigenen Wochenend-Hassliebe eine kathartische Reinigung zu verpassen. Wenn Bernd Hoffmann für mehr Realismus in Vereinshymnen plädiert, dann soll er sich doch bitte für dieses Lied entscheiden.

Whitney Houston – „I Will Always Love You“

Die Zeiten sind hart für den HSV, der 2019 nicht gerade zur Freude Aller in seine zweite Zweitligasaison geht. „Erstklassig waren immer nur die Fans“ ist eine abgestandene Floskel der lokalen Sportpresse, die aber in ihrem Wahrheitsgehalt kaum bestritten werden kann. Wir sagen deswegen: wenn schon pathetisch, dann richtig! Die namensgebende Hook-Zeile würden die meisten HSV-Fans mit Sicherheit bedenkenlos unterschreiben, egal, wie böse ihr Verein noch zu ihnen sein mag. Und wie geil wäre es bitte, zehntausende betrunkene Fußballfans aus voller Kehle diesen Smash-Hit singen zu hören?!

Mayhem – „Pure Fucking Armageddon“

Sprechen wir’s doch mal aus, wie es ist: Die sportliche Lage des HSV lässt sich nur noch mit den schlimmstmöglichen Beschreibungen akkurat erläutern, wenn sich der Vorstand schon dazu genötigt sieht, die Vereinshymne zu kippen. Kommentieren wir das Ganze deswegen doch mit der Musik, die genau dieses Gefühl wie kein anderes Genre auszudrücken vermag: Black Metal. Vom Text versteht dann im Stadion zwar niemand was, aber die Tätigkeiten des Vereins sind ja ähnlich undurchschaubar.

Welchen Song würdet ihr spielen, wenn ihr im Volksparkstadion das AUX-Kabel hättet? Schreibt es uns die Kommentare!

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