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Steuererklärung: Warum und wie wir Studis sie als Einnahmequelle nutzen können

Steuererklärung

Es mag ein wenig suspekt erscheinen, eine Steuererklärung zu schreiben, wenn man noch gar keine Steuern zahlt. Als Studierende verfügen wir allenfalls über einen 450-Euro-Job, von dem keine Lohnsteuer abgeht. Andere sind von ihren Uni-Aktivitäten sogar so eingenommen, dass sie sich gänzlich über Studienkredite, BAföG oder Mama und Papa finanzieren müssen. Dennoch entstehen auch uns Verluste: Studieren tun wir schließlich nicht umsonst, unser Lebensunterhalt will bezahlt werden. Genau das können wir uns zu Nutze machen: Beim Studieren entsteht für uns ein finanzieller Verlust, den wir steuerlich geltend machen können. Die dadurch entstehende Summe nennt sich „Verlustvortrag“ und erspart uns dann Kosten, wenn wir ins Berufsleben einsteigen und das erste Mal Steuern zahlen müssen. Dann nämlich lässt uns der Staat die Kosten ausgleichen, die wir während unseres Studiums erfahren haben. Damit dieser Verlust aber überhaupt offiziell erfasst wird, müssen wir eine Steuererklärung schreiben.

Das Wühlen durch den Steuerdschungel ist dabei für Viele sicherlich erstmal abschreckend, es lohnt sich aber fast immer, weil für uns Studis eine Menge Dinge geltend gemacht werden können. Ein paar Beispiele: Wer für sein Studium Lehrbücher braucht, kann die Kosten dafür in seine Steuererklärung aufnehmen. Auf wen das nicht zutrifft, der kann dafür immer noch einen Pauschalbeitrag von 70 Euro geltend machen – ganz ohne Belege. Der Weg zur Uni kann pro Kilometer mit 30 Cent von der Steuer abgesetzt werden – und das für jeden Tag, den ihr an der Uni wart. Wer das Glück hat und so nah an der Uni wohnt, dass diese Summe die Kosten des Semestertickets unterschreitet, der kann sich auch einfach die Kosten für das Semestertickets berechnen lassen. Auch ein Auslandssemester kann sich in der Steuererklärung lohnen: Dafür bekommt ihr nämlich eine Verpflegungs- und Wohnpauschale, die sich ordentlich aufsummiert. Ihr könnt euch sogar einen Laptop anrechnen lassen, den ihr fürs Studium gekauft habt.

Die oben genannten Beispiele sind natürlich nur ein kleiner Ausschnitt aus all der Bandbreite an Möglichkeiten, die ihr als Studi habt – allein sie machen aber schon deutlich, wie sehr sich eine Steuererklärung für euch lohnen kann. Natürlich kostet das letztendliche Prozedere etwas Zeit, aber den daraus entstandenen Ertrag kann wahrscheinlich kein Studi-Job der Welt aufwiegen. Wer noch nähere Infos zu diesem Thema braucht, kann sich zum Beispiel bei der Hochschulinitiative informieren – die bietet deutschlandweit auch kostenlose Steuerseminare für Studis an, die sehr zu empfehlen sind.

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