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Nach der Dammtor-Umbennung: Diese Hamburger Bahn-Stationen könnten auch einen neuen Namen vertragen

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Zum hundertjährigen Jubiläum der Uni Hamburg hat sich der HVV ein kleines Geschenk überlegt: Ab sofort heißt der Dammtor-Bahnhof vollständig „Dammtor/Universität“ und steht damit für eine gedankliche Verbindung, die viele von uns mit Sicherheit schon lange haben. Am Dammtor auszusteigen bedeutet, morgens den ersten warmen Kaffee vor der Klausur zu trinken, einen langen Tag in der Bibliothek zu starten oder die stille Hoffnung zu haben, dass der Edeka zum schnellen Besorgen von Snacks in der Mittagspause doch endlich mal eröffnet hat. Insofern sprechen wir uns klar für eine Konkretisierung von Stationen-Namen im HVV-Netz auf. Klare Verständlichkeit ist in unserer oftmals verwirrenden Lebensrealität schließlich ein mehr als wünschenswerter Faktor. Hier deswegen unsere Vorschläge für weitere Uni-Stationen, die auch eine Umbenennung verdient hätten:

„Alsterdorf/Arsch der Heide“

Seit nunmehr zweieinhalb Jahren gehört auch der Überseering 35 zum festen Repertoire der Uni-Bahnstationen. Wer sich unter diesem Gesichtspunkt einmal die HVV-Karte ansieht, der wird mit leichter Irritation feststellen, dass Alsterdorf ja gar nicht im unmittelbaren Umfeld des Hauptcampus‘ liegt. Wie kann das denn sein? Und was macht man dann, wenn man innerhalb von einer halben Stunde wieder zurück zu einem Kurs muss, der nicht in Alsterdorf stattfindet? Um solcherlei Verwirrung zukünftig gleich im Vorfeld zu begegnen, plädieren wir für die oben genannte Umbenennung.

„Jungfernstieg/Das verrückte Labyrinth“

In Hamburg gibt es eine goldene Regel: Nicht alle Wege führen zum Jungfernstieg, aber der Jungfernstieg bringt euch überall hin. Ihr könnt ja selbst mal den Test machen: Wie viele Ausgänge der schier endlosen Station kennt ihr eigentlich? Spoiler: Es werden sehr viele sein, und ihr werdet trotzdem nicht auf alle kommen. Wer zum ersten Mal beim Jungfernstieg aussteigt, sollte eine zusätzliche Stunde zur Wegfindung einplanen, wer auf Entdeckungsreise gehen möchte, muss dafür nicht extra nach Australien fahren. Das Studieren des Jungfernstiegs ist eine Wissenschaft für sich – und es ist sehr wahrscheinlich, dass ein dir unbekannter Ausgang direkt in deine Fakultät führt. Vielleicht gibt es sogar eine Verbindung direkt in dein WG-Zimmer. Wäre möglich.

„Stephansplatz/Dammtor/Universität“

Wieso heißt der Stephansplatz eigentlich Stephansplatz? Im Grunde ist er doch eh nur der hässliche kleine Bruder des großen Bahnhofs, die Station, bei der man nur landet, weil man zu faul zum Umsteigen ist und trotzdem in unmittelbarer Nähe des Dammtors aussteigen möchte. Es gibt sogar eine Brücke, die unmittelbar vom Stephansplatz zum Dammtor führt. Im Grunde hat ersterer also eigentlich keine wirkliche Daseinsberechtigung als eigene Station. Wir sind deswegen für klare Benennung und den obengenannten, sehr elegant über die Zunge gehenden Titel.

Hafencity Universität/Und außerdem… ja, was eigentlich?“

Ein Lob müssen wir mal für die Station „Hafencity Universität“ aussprechen: Hier ist der Name wirklich Programm und absolut niemand würde auf die Idee kommen, bei dieser Station wegen irgendetwas anderem auszusteigen. Ich meine – was gibt es denn da sonst noch? Gut, theoretisch könnte man da wohnen. In Eigentumswohnungen, die den Quadratmeterpreis von 8.000 Euro gerne mal übersteigen – merkste selber, ne?

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