Haus aus Holz – Raus aus der Wohnungsnot

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Woodie – das klingt nach Baumhäusern im Dschungel. Stimmt irgendwie auch. Nur, dass es sich hierbei um unseren Hamburger Großstadtdschungel handelt.

„Holzbau verspricht ganz neues Wohnen“

Etwa fünf Gehminuten sind es von der S-Bahn Station Wilhelmsburg, bis das neue Studentenwohnheim Woodie zu sehen ist. Ein bisschen versteckt zwischen vielen anderen Neubauten, ragen die Holzcontainer in die Höhe. Betritt man eines der Zimmer in Wilhelmsburg, riecht es noch nach Holz und die Wände sind rau. Die Entwickler selbst haben in vielen unterschiedlichen Holzbauten übernachtet, um das gesunde Raumklima am Ende bestmöglich umsetzen zu können. Holzhütten auf der Alm in Österreich oder an skandinavischen Fjorden – Klingt nach Urlaub und soll für viele Hamburger Studierende nun Alltag sein.

Bis jetzt ist vieles noch Baustelle. Anfang Oktober konnten schon die ersten Studierenden einziehen, letzte Woche wurde auch das dritte Gebäude bezogen (Zimmer gibt es ca. zwischen 500 und 600 Euro). Nur die hauseigene Gastronomie eröffnet erst zum nächsten Jahr. Bewohner des Wohnheims sind Studierende aller Hamburger Universitäten, ob privat oder staatlich, nördlich der Elbe oder südlich davon. „Von unserem Studentenwohnheim sind eigentlich alle Unis gut zu erreichen – Harburg, Dammtor, Altona, Hafen City“, bestätigt der Geschäftsführer Torsten Rieckmann. Noch gäbe es keine Warteliste, um an einen heißbegehrten Wohnplatz in Hamburg zu kommen. Jede Woche kämen allerdings neue Studierende nach Wilhelmsburg.

In Hamburg besteht ein extrem hoher Bedarf an Wohnraum für Studenten. Das Studierendenwerk sei, im Vergleich zu anderen Großstädten, sehr schwach ausgestattet. Auch Dana (28) konnte auf Biegen und Brechen kein Zimmer finden. „Ich war am Ende echt ein bisschen verzweifelt. Es ist geradezu unmöglich, in Hamburg ein Zimmer zu finden. Und als Studentin ohne festen Job, eine eigene Wohnung mieten zu können, kommt ja gar nicht in Frage.“, erzählt Dana. Sie sei froh, nun eine Art eigene Wohnung mit Küche und Bad zu haben. In ihrem Alter fühle sich das besser an, mal richtig selbstständig zu sein.

Nicht so oll, wie die anderen Studentenwohnheime ist es allemal. Selbst der Hausmeister würde gerne eines der Zimmer beziehen. „Viele, die sich die Zimmer angeguckt haben und sich für eines entschieden, waren so begeistert, dass sie fragten, ob man auch früher einziehen könne“, meint er und lacht.

Woodie passt zu Hamburg. Nicht nur ist es  zukunftsorientiert und innovativ. Auch sehr international. Chinesen, Südamerikaner, Niederländer, Skandinavier – Hier findet jeder seinen Platz

Das sogenannte Woodie-Lab sei zurzeit noch in Planung. „Wir wollen damit einen Raum nicht nur zum Lernen geben, sondern auch für weitere Veranstaltungen schaffen. Die Organisation des Raumes ist den Bewohnern aber ganz selbstüberlassen“, meint Rieckmann. Zunächst sorgen Freikarten für drei Heimspiele der Hamburg Towers für Unterhaltung. Wer Lust hat, gibt sich das Basketball- Spektakel mit Live-Musik und Cheerleadern.

Liebe Leser, haltet Augen und Ohren offen! Im Dezember startet unser Advents-Gewinnspiel und da werdet ihr noch mehr von Woodie hören. Kleiner Tipp: es hat etwas mit Basketball zu tun.

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