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Hamburger Stadtteil-Guide by StudentsStudents

104 Stadtteile in gut 7 Bezirken- da ist man als Neuling schon mal verwirrt. Auch wenn über uns Hamburger immer gesagt wird, wir wären so distanziert, sind unsere Stadtteile wohl eher distanzlos. Bist du erst mal im Zentrum, ist vieles zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Morgens und abends in der Rushhour mit den Öffis unterwegs zu sein, können wir uns dann glücklicherweise oft sparen.

Hamburg ist FAMILIÄR.

Der Stadtteil Barmbek ist den meisten wahrscheinlich ein Begriff. Entweder warst du schon als Weltenbummler bei Globetrotter oder du kennst es aus allen möglichen WG-Such-Portalen. Jeder zweite war hier vermutlich schon zu einer Zimmerbesichtigung in einem der schönen Rotklinker-Häuser. Davon gibt es in Barmbek, dank der langjährigen Arbeiter-Historie, auch mehr als genug. In den WG-Beschreibungen wird mit der tollen Verkehrsanbindung – „der 172er fährt direkt vor der Tür“ – und mit der großen Auswahl an Geschäften – „direkt um die Ecke ist die Fuhle, wo du alles Mögliche bekommst“ – geworben. Döner-Imbisse, schicke Cafés, Shisha Bars und Gemüsehändler, die Fuhlsbütteler Straße entwickelt sich prächtig.

Hamburg ist WUNDERSCHÖN, aber leider auch dementsprechend TEUER.

Wer schon einmal durch Winterhude, Eppendorf oder Eimsbüttel geschlendert ist, der weiß das. Und trotz der immensen Mietpreise, ist hier ein beliebtes Pflaster für uns Studenten. Zwischen Außenalster und Stadtpark thronen die Jugendstiletagenhäuser mit ihren kleinen, verschnörkelten Balkonen und den bezaubernden Treppenhauseingängen. Die Osterstraße und der Mühlenkamp laden mit ihren Boutiquen zu ausgiebigem Shoppen und Bummeln ein. Und der Stadtpark ist im Sommer Familientreffpunkt, Grillecke, Sportplatz, ein Ort für Sit-ins und Geburtstagsfeiern im Freien.

@geheimtipphamburg

Hamburg ist ALTERNATIV und KREATIV.

Und das, obwohl es unser berühmtberüchtigtes Schanzenviertel noch gar nicht so lange gibt. Denn bis 2008 war die Sternschanze offiziell ein Teil Eimsbüttels. Davon merkt man jedoch eher wenig, ist doch die linksautonome Szene mit ihrer Roten Flora ein wichtiger Teil der Schanze. Seit die Künstler das Viertel aufgepimpt haben, merken wir davon allerdings auch nur noch etwas bei G20. Oder halt am 1. Mai. Da solltet ihr alles, was vor der Tür steht, lieber in Sicherheit bringen. Sonst frisst es der schwarze Block.
Neben den vielen Geschäften auf dem Schulterblatt, erweitern wir unsere Bummeltage mit Freunden auch ins Karolinenviertel. Edle Boutiquen sind hier mittlerweile Nachbarn von Trödlern und Antiquariaten. Designer und Künstler haben hier trotz Gentrifizierung noch immer ihre Ateliers und Showrooms. Und die neuen Künstler, die Werbe-Futzis, zogen dank Gentrifizierung nach.

Hamburg ist ANZIEHEND und BUNT.

Okay, der erste FC. Sankt Pauli ist in erster Linie erst mal braun. Wenn Hamburg jedoch drei Mal im Jahr seine Kirmes auspackt, ist das Heiligengeistfeld vor Blink und Bunt nicht mehr zu retten. Der DOM lädt zum Schlemmen und Geld ausgeben ein. Und wenn wir schon da sind, können wir den Abend auch gleich im Uebel&Gefährlich ausklingen lassen, wo wir vom Keller bis in die Wolken feiern. Wenn die Wolken dann morgens wieder lila sind, nehmen wir gleich noch den Hafen und die Landungsbrücken mit. Schon klar, den Hamburger Fischmarkt, auf einen Kater, braucht nicht jeder. Aber eine solche Nacht kommt so schnell nicht wieder. Ach ja, fast vergessen: Unsere Reeperbahn – aber ich glaube, die Legende spricht für sich.

Hamburg ist INTERNATIONAL.

Insgesamt 35 unterschiedliche Nationen findest du auf der anderen Elbseite, auf der Veddel. Auch Wilhelmsburg kann da ganz gut mithalten. Wunderschön, wie Hamburg nun mal zu sein scheint, ist es hier zwar nicht mehr, aber dafür gibt es Richtung Industrie riesige Freiflächen, die zu Open-Air Konzerten, Festivals und Chill-Orgien auf dem Deich einladen. Noch sind die Mieten niedrig. Also ran an‘ Speck, denn Wilhelmsburg ist das nächste Gentrifizierungs-Projekt. Eine goldene Hauswand steht schon mal!

@dockville

Hamburg ist ZUKUNFTSORIENTIERT.

Nicht nur Wilhelmsburg ist Projekt. Auch die Hafencity, der jüngste Stadtteil Hamburgs, ist noch Baustelle. Nach Londoner Vorbild wachsen hier Wohneinheiten und Bürohäuser in die Luft. Kultur und Bildung kommen nicht zu kurz: Elphie und Hafen-City-Uni sorgen für ein abwechslungsreiches Programm und haben sogar ihre eigene U-Bahn-Linie bekommen.

Hamburg ist MULTI-KULTI.

Klar, an den Problemen, wie Prostitution und Drogenhandel, von denen St.Georg umgetrieben wird, dürfen wir nicht vorbeisehen. Allerdings hat der Stadtteil neben unserem Hauptbahnhof auch noch einiges anderes vorzuzeigen. Heute ist die Lange Reihe etablierte Schwulen- und Lesben-Szene und damit Startpunkt des CSD. Die regenbogenbunte Parade zieht durch eine Straße mit Afro-Shops, indischen Restaurants, Cafés und kleinen Buchhandlungen. Das dementsprechend kulturelle Publikum findet auch im hier ansässigen Deutschen Schauspielhaus, den großen Hamburger Museen und der Zentralbibliothek immer neuen Input für den hungrigen Geist.

Hamburg ist GROß.

So groß, dass in der Stadt noch eine kleine selbstständige Stadt Platz hat. Irgendwie ist Altona noch mal ein kleines Hamburg im großen Hamburg. Wie in der Hansestadt selbst haben wir hier ein prachtvolles Rathaus, schöne Flaniermeilen und ausgiebig Raum zum Geld ausgeben. In den vielen inspirierenden Läden, gibt es alles, was kein Mensch braucht, aber jeder will.
Einmal im Jahr findet die Altonale- Norddeutschlands größtes Stadtteilfest- statt und zum Grillen, Bierchen trinken und sonnen, haben wir es bis zum Altonaer Balkon und dem Elbstrand zum Glück nicht weit. Bunte Gemüse- und Obststände, Imbisse und die neusten Trendrestaurants, das schwedische IKEA neben Kilo-Kleidungs-Stores. Altona ist vielfältig. So vielfältig, wie es auch Hamburg ist.

@zrtbtr
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