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„Zwischen Sparta und Elysium“

Dauernd wechselnde Lehrkräfte, Raumknappheit, zu wenige Mensaplätze. Vermutlich würde den meisten Studenten noch einiges mehr einfallen, wie die Liste erweitert werden könnte. Beschwert man sich, ist meistens nur zu hören: „Keine Finanzierungsmöglichkeiten.“

Der akademische Feiertag ist an der Uni Hamburg schon seit vielen Jahren ein Tag für politische Diskussionen. In diesem Wintersemester läuft der Dies Academicus unter dem Thema „Hochschulfinanzierung“. Dazu finden morgen, am 1. November  ab 9 Uhr, eine Reihe von Veranstaltungen  auf dem Uni-Campus statt. Zunächst klingt das Thema für mich fern. So als könnten wir Studenten da eh nicht mitreden. Da genießen wir doch lieber unseren freien Tag, schlafen aus, legen die Füße hoch.

Aber: Morgen hast Du die Chance dazu, vor hohen geladenen Gästen auszusprechen, was Dich und Deine Kommilitonen stört, was Euch fehlt. Jeder ist eingeladen, sich an den Diskussionen zu beteiligen. Ob es um den Stellenwert von Bildung in der Gesellschaft geht oder um die Vergaberegeln von Studienplätzen. Zum Beispiel ist bei einem der Workshops der Anwalt da, der gerade die Klage zum Thema Medizinplatzvergabe führt.

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Studenten der Fakultät für Erziehungswissenschaften hatten in einer Stellungnahme auf das Problem Finanzierung aufmerksam gemacht. Gerade sie fühlen sich in der Verantwortung, gute Bildungschancen an unserer Universität bieten zu können. Es gibt extrem viele Ideen und Konzepte, die aufgrund fehlender Mittel untergehen. Seit den 1970er Jahren steigen die Studierendenzahlen stetig, was an sich sehr erfreulich ist, jedoch sinken parallel dazu die Geldmittel.

Hochschulfinanzierung ist kein regionales Thema. Bundesweit üben Hochschulen Druck auf die Politik aus, langfristig die finanziellen Mittel zu erhöhen und nicht bloß unregelmäßige Projektzuschläge auszuschütten. Es könnte dafür keinen günstigeren Zeitpunkt geben, als jetzt. Denn nach der Bundestagswahl im September sind die Koalitionsverhandlungen noch im Gange – das können wir nutzen und mitverhandeln. Es wird also nicht nur informativ, sondern auch zukunftstragend.

Bei der Studentenrevolte 1968 mussten Studierende noch auf der Straße kämpfen, um nachhaltige Veränderungen in der Bildungspolitik zu erreichen. Heute wird uns, Dank des Dies Academicus, für Wünsche und Kritik sogar eine öffentliche Plattform geboten. Die müssen wir nutzen.

StudentsStudents Hamburg bedankt sich bei dem AStA der Uni Hamburg für das Gespräch und den Einsatz bei der Planung und Umsetzung des „Feiertags“.

 

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