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Wenn es draußen zu kalt ist, um überleben zu können.

Es ist Mitte November und mittlerweile sind die Temperaturen fast beim Nullpunkt angelangt. Das schreit nach kuscheligen Decken und warmen Getränken. Aber was ist, wenn jemand aus den unterschiedlichsten Gründen auf der Straße lebt? Derjenige hat im Winter nicht plötzlich eine Wohnung parat.

Was tun die anderen?

1992 wurde ein Erfrierungsschutz für Obdachlose in Hamburg aufgelegt. Kosten für die daraufhin von „Fördern und Wohnen“ gestellten Unterkünfte trägt die Stadt. Seit dem 1. November sind die Türen dieser Unterkünfte auch in diesem Jahr wieder geöffnet und werden bis nach Ostern nicht schließen.

hinz&kuntz

Neben den Übernachtungsmöglichkeiten steht allerdings keine Mahlzeit im Programm. Darum gründeten Bürgerinnen und Bürger 2007 den Förderverein „Winternotprogramm für Obdachlose“ e.V. (WNP), bei dem es vorrangig um die Versorgung mit einem Abendessen geht.

Wie die meisten anderen gemeinnützigen Institutionen, lebt auch das WNP von Spenden. Ob es nun Sach- oder Zeitspenden sind – beides wird gebraucht. Lebensmittel werden vornehmlich von der allen bekannten Hamburger Tafel gespendet. Auch andere Unternehmen und Gastronomen beteiligen sich am Verein. Aline Zieher, die 1. Vorsitzende des Fördervereins erzählt, sie hätten trotzdem im letzten Jahr für rund 29.000€ Lebensmittel zukaufen müssen. Denn ebenso wie bei den Übernachtungsplätzen, entsprächen die Vorräte leider nicht der Anzahl der Nutzenden.

„Über 3000 obdachlose Menschen hatten im letzten Winter das Übernachtungsangebot genutzt“

Nach Bedarf können auch die Unterkünfte aufgestockt werden. Denn nur so kann der Vorsatz, jedem ein Dach überm Kopf zu gewährleisten, eingehalten werden. Sollten die Stellen des WNP keine weiteren Plätze anbieten können, gibt es auch viele Kirchen, die im Winter Gemeindesäle räumen und Platz für Obdachlose machen.

Was kann ich tun?

Mit den sinkenden Temperaturen steigt nicht nur die Hilfsbedürftigkeit, sondern bei vielen auch der Wunsch zu helfen. Zumal ja bald schon wieder Weihnachten ist.

Wie reagiere ich, wenn ich jemanden bei Frost auf der Straße liegen sehe?

Es gibt eine Not-Hotline der Sozialbehörde (+49 40 42828-5000), bei der man immer anrufen kann. Diese kümmern sich dann, falls weitere Hilfe, wie die eines Straßensozialarbeiters gefordert ist.

„Auch wenn man sich unsicher ist, kann man ruhig mal zu den Obdachlosen hingehen und fragen, ob alles in Ordnung ist. Gerade wenn jemand mehr bewusstlos, als schlafend wirkt.“, meint Uwe Martiny, Leiter der Tagesaufenthaltsstätte (TAS) der Diakonie.

Sachspenden

Kleidung, Kleidung, Kleidung. Seid ihr euch unsicher, ob ihr eure Altkleider in die Container tun könnt, weil ja oft nicht ganz klar ist, wo die Sachen letzten Endes landen? Die TAS hat vor den Türen (Bundesstraße 101, 20144 Hamburg) zwei dieser Container stehen, bei denen die Altkleider zu 100% in unserer Hansestadt bleiben.

Lebensmittel sind leider immer nicht ganz so angebracht. Da gibt es zu viele Vorschriften – Hygiene und so. Daher würden die voraussichtlich eh nicht an die Obdachlosen weitergegeben werden.

Ehrenamt

Wer eher zu den „Hand-on“ Leuten gehört und in der Woche ein paar Stunden frei hat, kann diese Zeit spenden. Ob in Kirchengemeinden oder anderen sozialen Institutionen. Auf der Internetseite der Diakonie oder der Caritas findet sicherlich jeder etwas, das passt.

Gerade biete eine Ehrenamtliche in der TAS einen Deutschkurs an, erzählt Uwe Martiny. Sie könne sicher noch Unterstützung gebrauchen.

Für saisonbedingtes Ehrenamt im Winter allerdings, wurde bereits im Sommer gesucht. So hat auch das WNP für diesen Winter genug freiwillig Helfende.

Aber die Winter werden wohl erstmal nicht viel wärmer. Also dann im nächsten Jahr, einfach mal machen!

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